Eigentlich wollt ich zur Yoko Ono Ausstellung, aber da heute erster Tag war, dachte ich, ach nee, lieber Klamotten kaufen! Aber was für 'ne ARBEIT :-) Nee, ehrlich, ich weiß, warum ich asbach-uralte Kleidung im Schrank habe, die Hälfte davon waren Sachen von 'ner verstorbenen Freundin - trag weiterhin den schwarzen BH, Margot-im-Himmel, hab sogar den Verschluss repariert - und höchstens 1/3 davon wird überhaupt getragen. Wozu soll man sich für den Moloch Berlin noch Mühe geben? Für einen selber, hahahaha, wir tun's doch der Umwelt= Restmenschen zuliebe, seien wir ehrlich. Anyway, also Jeans kaufen. Nochmal Karstadt 'n Gefallen tun, why not? Aber es ist sooooo ätzend, sich durch die viel zu dicht hängenden Dinger zu wühlen, um die verdammten Größenschilder zu finden. In anderen Ländern gibt es Kleiderbügel mit Größenanzeigen, nein, wir müssen jedes Kleidungsstück angrabbeln, um dann, oft auch noch winzig klein, die Nummerschildchen 36 bis 54 zu finden. Manometer. Dann gibt es SALE Ständer mit x-Sachen; auch die nicht nach Größen sortiert, da wird man doch kirre. Verkaufspersonal gibt es eh kaum noch, die Umkleidekabine, da wo sie mal war auch nicht mehr, 1 Kasse auf der ganzen Etage, naja, und nun wissen wir auch warum Karstadt - bye-bye- dem Untergang gewidmet ist. Dabei ist es ein wahres Wunder, dass das alte Karstadthaus in Neukölln noch geöffnet hat. Das Terrassenrestaurant ganz oben, wo man im Sommer gerne draussen kaffeesierte, nun zu, Stockwerke wurden umgemodelt, und im Erdgeschoss jetzt LIDL. Wie lange wird so die teure Delikatessenabteilung im Keller noch überleben? Oh bei Lidl, Tipp von Freunden, gibt es jetzt ne "Rette Mich"-3 Euro Tüte. Das ist mal e runde Sache. Am Ende gab es für Karstadt dann den Gewinn vom Kauf einer neuen Regenjacke und 2 Schlüpper für yours truly. Wat mutt, dat mutt. So, lunch time. 15:15 Uhr. Over+out

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