Freitag, 6. Februar 2026

Häusliche Gewalt

 

As Bremerin in der germanischen Hauptstadt schau ich abends "buten un Binnen" oder die Berliner Abendschau. Nicht nur dass Bremen leider in den meisten Stadtteilen gammeltechnisch Berlin sehr ähnelt, nein, auch in der wenig-stattfindenden Schnee-und Eisverbannung für Fußgänger scheinen es die Fischköppe den Berlinern nachzumachen, wenn ich mir so die Filmclips aus der Obernstraße anschaue. Da schrieb ein Bremer Karstadt- Verwaltungsmensch, dass die "Räumungsdienste" einfach nicht kommen würden. Hä? Ausserdem wurde berichtet, dass entweder die Stadtreinigung oder die Geschäfte in der Innenstadt für sichere Gehwege zu sorgen hätten, kommt halt auf den Straßenabschnitt an; wobei keiner durchblickt, an welcher Stelle der Straße nun wer gefragt ist. Während es in Berlin hiess, dass rein rechtlich sich eh jeder in Eigenverantwortung zu bewegen hätte, und am Abend schon mal gar keine Schneeräumpflicht bestünde. Der Paragraphendschungel lässt grüßen. Nee oh nee. Ansonsten machen sich gerade alle über das gerichtliche "No salt"Urteil in Berlin lustig, was auch deshalb lustig ist, weil eh kein Mensch mehr Salz im Angebot hat. Da lachen doch die Linden. Das Tolle ist ja, dass wir ab heute NOCH MEHR SCHNEE bekommen und zwar durch die Bildröhre, die uns Bilder aus Norditalien ins Haus bringen wird. Wenn heute die Winterolympiade los geht, können wir uns gähnend  über Bobfahrer im Eiskanal mokieren (Das soll Sport sein?) oder aufregen, dass unsere Telenovella dauernd wegen Skispringern und Eisläufern ausfällt. Tatsache ist: so selten wie in diesen Wochen haben wir noch nie das Haus verlassen.  Höhere Gewalt halt. Es ist und bleibt wohl noch ein Weilchen der langweiligste Winter seit 15 Jahren.  Folge: plus 1 Kilo. STÖHN!  Mich dünkt, das ist schon der x.Post übers Wetter.  GÄHN! 15:40 Uhr. Over+out.

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