Irgendwie ist die story der Auferstehung von den Toten des Herrn Jesu mit der Fabel des Hasen, der Eier bringt, in einen Topf gekommen, und als Resultat feiern wir Völlerei ( Osterbrunch findet bei uns Montag statt). Das Verstecken von Schokoeiern ist dabei zum highlight motiert, wobei klar ist, dass das Verstecken selbst mindestens so lustig ist, wie das Finden, logo. Und alle Jahre wieder dürfen wir uns, wenn das Wetter für die Spaziergänge nicht mitspielt, die "Immenhof" Serie aus den 50er Jahren im Fernsehen reinziehen. Heile Welt in diesen Gruselzeiten ist nicht zu verachten, und wie jedes Jahr nehme ich mir dann vor, unbedingt mal nach Malente zu reisen, wo dieser Hof immer noch existiert, allerdings als Luxushotel. Doch dieser Kellersee mit Umgebung, der ist wirklich allerliebst. Apropos allerliebst, auch Eduard Mörikes Gedicht ist so süss, wie die Ponies vom Immenhof; hier das Ende von "Auf ein Ei geschrieben":
... kurzum, mich tät’s gaudieren,
Dir dies Ei zu präsentieren,
Und zugleich tät es mich kitzeln,
Dir ein Rätsel drauf zu kritzeln.
Die Sophisten und die Pfaffen
Stritten sich mit viel Geschrei:
Was hat Gott zuerst erschaffen,
Wohl die Henne? wohl das Ei?
Wäre das so schwer zu lösen?
Erstlich ward ein Ei erdacht:
Doch weil noch kein Huhn gewesen,
Schatz, so hat’s der Has gebracht.
In dem Sinne: Frohe Ostereier. 18:45 Uhr, over+out

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