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Montag, 7. April 2025

Minsky


Heute wieder große Kunst im Hasso Plattner Emporium: seine Potsdamer Museen Minsk und Barberini. Das Minsk, ein ehemaliges Restaurant und nun der DDR Kunst gewidmet, zeigte auch endlich mal nur DDR Maler. Ich mag ja die sozialistische Kunst sehr, auch die sowjetische Malerei, ich geb`s zu. Ein bischen von allem war zu sehen, natürlich sehr männerlastig.  Dann rüber ins Barberini getapert: Kandinsky. Aber erst nach oben zu den Impressionisten (da hat Plattner, der Krösus, extrem viel gesammelt). Erstaunlicherweise- ich war selbst erschrocken- fand ich die Landschaften, Gärten, Küstendörfer und ich weiß nicht was, auf einmal total kitschig. Richtig auf den Senkel gehen mir mittlerweile diese fetten, kirchlich-goldig verschnörkelten Bilderrahmen. Man- oh-meter, wenn ich solche Bilder kaufe, muss ich doch nicht die Rahmen behalten. Die Monets oder Sisleys sähen doch ungerahmt schlicht tausend Mal besser aus. Wieso traut sich kein Museum da mal ran zu gehen? Auch wäre es doch geil, mal GUTE Kunst neben miesen Amateurgemälden aufzuhängen. Nicht um die Amateure zu demütigen, sondern um zu verdeutlichen, WARUM manche Kunst eben wirklich GUT ist. Naja, meine Ideen will ja keiner ;-) 

Im ersten Stock dann allerlei Buntes und Grafisches aus den 50er und 50er Jahren, wir wunderten uns, wie wenig Kandinskys aufgehängt waren (im 1.Stock). Aber erstmal war 'ne kräftige Stärkung im komplett vollen Museumscafé nötig. Wir konnten aber noch Platz zwischen einem holländischen Paar mit allerliebstem Hündchen und zwei Norwegern finden, um Baisertorte zu futtern, während die Touris jeweils himmlisch aussehende Quiches und Flammkuchen verzerrten. Hm Neid. Nachdem wir schon wieder unsere Sachen aus der Garderobe geholt hatten, sahen wir auf einmal im Erdgeschoss neben der Treppe den HAUPTausstellungsraum zur Kandinsky-Ausstellung. Heiliger Strohsack, zurück marsch marsch, aber meine Freundin war schon zu kaputt. Ich machte noch schnell eine Runde durch. Klick- Klick -Klick.  Zuhause musste ich mir dann auf arte noch das Portrait über die Bauhausfotografin Lucia Moholy reinziehen. Man gönnt sich ja sonst nichts. All in all also ein gelungener Tag. Ausserdem hat der arktische Ostwind nachgelassen. 20:10 Uhr. Over+out.