Montag, 15. Dezember 2025
My home is my castle...
... wenn man nur eins hätte. ... Gestern in der Berliner Abendschau gab es einen Bericht über die Kosten für Flüchtlingsunterkünfte; dabei hiess es, dass die Container viel günstiger seien als Unterbringung in Hotelzimmern. Achnee. Mir kochte aber das Blut als ich die schönen Container sah und gleich an die armen Obdachlosen (meinen Sohn) denken musste. Heute Morgen wollte ich dann auch gleich einen Brandbrief an alle Parteien abfeuern. Nur musste ich vorsichtshalber erstmal ein paar Zahlen googeln, denn bisher kannte ich nur die Zahl der 6000 Obdachlosen, und dass Berlin 2024 stolze 883 Millionen Euro für die Unterbringung von Flüchtlingen ausgab (das muss man sich reinziehen für eine pleite Stadt, oh man). Das macht bei fast 40.000 Neumigranten 22000 Euro pro Jahr pro Person. Dann stellte ich fest, dass es tatsächlich 45000 Wohnungslose in Berlin gibt für die der Staat eine Unterbringung sorgt (mit dem Satz stimmt was nicht?) Dafür bezahlte Berlin 2024 allerdings "nur" 365 Millionen Euro, also 8000 € im Jahr pro Person. Die 6000 armen Schweine sind da natürlich aussen vor. Bei der Stadtmission erfuhren wir neulich, dass 70% von denen, die auf der Strasse leben, psychisch krank sind (wie mein Sohn), dass es per Gesetz aber so ist, dass jeder frei über sein Leben bestimmen darf- also auch kaputt und krank auf der Strasse leben- ausser er tut sich selbst oder Andere verletzen. Nur dass diese Menschen nicht mehr frei im Kopp sind und sich von alleine gar keine Hilfe holen können. Und ich frage mich, wieso nicht Obdachlose Zugang zu diesen schicken Containern bekommen können? Oh nee, das sind beim ersten Pinkeln um 6 meine Gedanken. Prost Mahlzeit ! Was meinen Blutdruck bei der Abendschau aber ebenfalls erhöhte war der Bericht über das Autoparken in "Mitte" (teures Pflaster). Da sollen Besucher 3€ pro Stunde fürs Parken zahlen, während Anwohner sage und schreibe 10 -yes TEN- Euro pro JAHR fürs Parken an der Straße zahlen. Ich dachte mein Schwein pfeift. Für die tägliche Strassennutzung von 2 Metern zahlen die mit den netten Eigentumswohnungen n schlappen Zehner im ganzen Jahr. Diese 2 Meter wären gerade genug für einen Obdachlosen mit Matratze. Wann war das Leben schon mal gerecht? Life sucks! 8:30 Uhr. over+out
Mittwoch, 29. Januar 2025
Zum WEGLAUFEN
Moin! 9 Uhr. Ich kann's nicht lassen, und stell die Nachrichten an. Natürlich wieder der USA Horror. Diesmal ging es um das ekelhafte Aufstöbern von illegalen Migranten. Ich hasse ja meistens die unnötigen Vergleiche der heutigen Welt mit dem 3.Reich, aber was in Amiland gerade abgeht hat nun wahrhaft '33er Methoden. WIDERLICH und komplett zum WEGLAUFEN.
"Run, amigos, run!" kann man da nur rufen. Mal sehen, wie viele MAGA Chaoten sich auf die Salatfelder in Kalifornien stellen, um zu ernten, ha. Der große Unterschied zwischen den Inoffiziellen (Einwanderer ohne Papiere) in den USA und Deutschland ist ja ganz offensichtlich. Dort können sie sofort Arbeit finden, während wir hier die vielen jungen Männer in Containerbehausungen zum Gammeln zwingen, statt sie einzusetzen. In Neukölln zum Beispiel könnten sie den vielen Müll von den Straßen aufsammeln ( da kreischen natürlich alle Gutmenschen sofort auf, stimmt's?) wäre eine wunderbare Sache. Alle sprechen doch von Integration. Wer aber wirklich an der Misere drüben Schuld hat, was die Latino Arbeiter betrifft, wird gar nicht erwähnt: wer hat denn die Inoffiziellen auf den grossen Farmen ohne Arbeitsberechtigungen eingestellt? Na klar, die amerikanischen Agrarbetriebe.
Während mein Buchtipp des Tages "Escape Everything" (Entkommt Allem) vor allem vom Entkommen langweiliger Arbeit, Einsamkeit, Schulden, Konsumrausch etc. handelt, sollte es nun wohl heißen "Entkommt den USA". Bye-bye, Land of the Free. Zum Weglaufen.
Übrigens sah ich gestern in der U-Bahn noch was zum Weglaufen: Berlin muss (will?) einen 900 Millionen Euro Kredit aufnehmen, um für die Unterbringung für Flüchtlinge zu zahlen. WTF! Da geht der Wähler doch gleich wieder in die Luft wie ein HB Männchen (google it, GenX). Wieso nehmen die keinen 900 Millionen Kredit auf, um bezahlbare Wohnungen für alle zu bauen??? Grrrrrrr !
Ich schließe mit der Wut übers Berliner Wetter. Wie es eine Dame neulich im Bus so schön formulierte: Zum vom Balkonspringen!

