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Donnerstag, 12. Februar 2026

Auf Nummer sicher

 

Ich geb es zu: bis vor wenigen Monaten wusste ich tatsächlich nicht, dass Beamte nichts ins Rentensystem einzahlen. Keine Abzüge, aber im Alter wohl recht gut versorgt. Hm, kein Wunder, dass sich alle aufregen, vor allem, wenn der Honigtopf immer leerer wird.  Ich glaub, ich schrieb sogar neulich schon drüber. Gestern nun sah mein Göttergatte dieses Plakat vom Staate Thüringen. Hahahah als ob's in Thüringen je Hippies gegeben hätte, alles klar. Aber trotzdem, 'n kreativer Spruch auf jeden.            
In München gibt es übrigens eine Sensation zu begutachten und zwar im Karl Valentin Museum am Sendlinger Tor. KV war ein Humor Genie der ersten Garde, anyway, er hat es geschafft, Schweißtropfen von Beamten zu sammeln und auszustellen . Es lebe das Clichée. Zum Piepen
Vor zig Jahren, 1980/81 um genau zu sein, hab ich mal für die Post in der Auskunft gearbeitet. 118.  Zwei Freundinnen hatten dort auch Dienst, und der Einen bot man später eine Beamtenstelle an, während ich mit der Anderen im Greyhound Bus durch Amerika juckelte. Naja, und man weiß ja, dass die Deutsche Post irgendwann Telekom wurde. Da konnten die Angestellten dann Telekom Aktien erwerben. Einige wurden nach der Wende in den Osten geschickt (bestimmt mit "Gefahrenzulage" oder so was). Aber irgendwann lief das Geschäft nicht gut, und die besagte Bekannte musste, weil sie Beamtin war, erst noch fürs Kreuzberger Jobscenter einspringen, weil halt bei ihrer Telekomabteilung nichts los war, aber nach 1 oder 2 Jahren, war auch das vorbei. Fortan brauchte sie gar nicht mehr anzutanzen, bekam allerdings n schicken Prozentsatz an Beamtengehalt weiter gezahlt.  Sei ja jedem gegönnt, nur wieso sollen alle Arbeiter nun ihre Rente zahlen, einer Angestellten von einer mehr oder weniger privatisierten Telefonanstalt?  Apropos Anstalt... nee das führt zu weit. Ich schweife ab. War gerade bei Aldi, wo es heute die "Greifzange" für n Fünfer gab. Damit kann ich dann den rumliegenden Müll der ätzenden Nachbarn besser auflesen. Was man nicht alles tut.... sobald die Nase nicht mehr läuft. Zurück zu "Hamlet", noch 130 Seiten! 11:55 Uhr. Over+out.

Dienstag, 10. Februar 2026

Da geht noch was

 

Neulich wollte ne liebe Freundin für ihren Wohnmobiltrip Richtung Süden (die Glückliche!!!) einen Lesetipp von mir.  Daraufhin schaute ich mal wieder beim "Perlentaucher" rein (bücherwebseite) und eins kam zum anderen;  ich landete bei youtube, wo eine junge Amerikanerin ihren Lesestoff für 2026 vorstellte.  Ich selber will allerdings gerade Bücher rausschmeissen, weil mir so viel Druck noch ungelesener Bücher echt auf den Keks geht (ich hab so um die 700, davon 479 angelesen, 118 bestimmt gelesen, und naja, do the math), aber dann war ich doch angetriggert, schaute genau in meine Buchreihen, um rauszufinden, was denn bitteschön MEIN LESESTOFF für 2026 sein könnte. Manohman, das war nicht einfach; das Meiste tangiert mich garnicht mehr, oder der Schrifttyp/font ist jetzt viel zu klein für meine Lesebrillen-Augen, und wer hat noch Geduld für dicke Schinken? Also "Don Quixote" und "Ulysses", ha , das wird nix mehr in diesem Leben.  Und sämtliche Kempowski Romane wohl auch nicht. Obwohl ich ja Kempowskis Tagebücher nur empfehlen kann. Sein "Sirius" von 1983 ist echt zum Piepen... Aber weiter geht's durch die Regale. Musste natürlich erstmal die Bücher, nehmen die erst halb gelesen waren. Aber dann dachte ich 'man, betty, du bist sooooo eine laaaaaaangsame Leeeeeserin", sei ehrlich, wieviel Bücher denkste denn, schaffst du, wir ha'm doch schon Februar?!'  Na gut, da kam dann erstmal ein Zettelchen raus, auf dem ich die Seitenzahl aller 18 ausgewählten Bücher aufschrieb, 4613 -oha,oha- geteilt durch die übrigen Tage im Jahr : noch 327. Ergebnis= ich müsste nur 14 Seiten pro Tag lesen, um den Bücherstapel zu schaffen! Wow, ich war platt, hey, das ist echt machbar. Und da ich nun 16 + 44 +58 +6 in den letzten 4 Tagen gelesen hab, staune ich selbst: da geht noch was. Wenn ich also bis 104 oder so lebe, könnte ich alle meine Bücher noch durchackern. Achnee, ich will ja ausmisten. Will eh nicht alt werden. PASST!  Übrigens ist die "Hamlet" Schwarte (Foto rechts, mein 1.Werk vom Stapel) nicht von Shakespeare, sondern von Peter Kuper, ein Tunichtgut aus Hessen, der seine Kriegskindheit, Nachkriegsjugend und lausiges Erwachsenendasein im Frankfurter Raum so frei Schnauze erzählt inklusive Autodiebstahl, Amis, Knast, Hurerei, Sauferei, Malocherei.  Sodele, muss Nase putzen und zurück ins Millieu. 9:03 Uhr. Over+out