Jedes Jahr ist es das Gleiche: soll man nun den Weihnachtsmann und Osterhasen huldigen, oder den 2025 Jahre alten, menschgewordenen Gott? Zur Zeit tendiere ich voller Überzeugung und Ehrerbietung zu Father Christmas, auch bekannt als Saint Nick etc. Die gute alte Coca-Cola Erfindung vom weißhaarigen Boomer im schicken roten Anzug, der mit einer Rentierkutsche durch die Lüfte der Welt tobt, um Geschenke durch Schornsteine zu schmeissen, das hat doch was; das möchte man sich mindestens 1x pro Jahr vor Augen führen, nachahmen, zelebrieren , auch wenn wir das etwas anders als die Amis umsetzen, den Schornstein weglassen und dafür Tannenwälder abholzen und ihn abends heimlich zu Besuch kommen lassen. Was soll's? So oder so eine runde Sache, vor allem für die Kiddies. OK, das Christkindchen in der Krippe ist auch sehr süss mit dem Eselchen und so, und wenn dann noch 3 heilige Könige mit Geschenken zur Geburt kommen in Bethlehems Stall, ja, da leuchten auch die Augen, hat aber nicht den Spaßwert. Und der Osterhase, der goldene Eier versteckt als ob er die gelegt hätte, na, der ist allemal besser als die Foltergeschichte am Kreuz, denn die spätere Himmelfahrt ins Reich der Toten - achnee der sitzt ja neben Gott- das alles ist doch recht abstrakt für unsereins. Gekochte Eier bunt bemalen , bzw tütenweise Aldi Schokoeier drinnen oder draussen, je nach Aprilschauer, zu verstecken, da kommt Freude auf. Gerade gestern wieder beim Oster-Brunch mit 17-34-Jährigen getestet. Ehrgeizig und freudvoll wurde jedes Ei, bis auf 1 (?) gesucht und gefunden. Wie gesagt, dann folgte die Völlerei. Also was tun an kirchlichen Feiertagen: gewissenlos heidnisch handeln, oder biblische Märchenstunden in extra dafür architektonisch herausragenden Gebäuden zelebrieren? Hü oder Hott? Oder freemix? Rein vom besseren Cholesterinspiegel wäre Variante 2 vorzuziehen. Nächstes Jahr mich dran erinnern.
18:15 Uhr. Over+out
