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Sonntag, 28. Dezember 2025

Richtung Prag

 

Sodele, die Feiertage sind überstanden, der Santa Tüdelkram verstaut, und gleich geht's nach DRESDEN. Dort werden wir uns vor die Kunstakademie am Elbufer so platzieren, wie es meine Großeltern anno 1921 taten (nur leider nicht so elegant gekleidet wie damals, schade eigentlich). Der kleine Fidi mit den Hochwasserhosen rechts ist mein Opi und die junge Dame, 3. von links, ist Omi (Emmy). Dazwischen Opas Onkel mit Frau und außen die Töchter, wovon eine von beiden die Patentante meiner Mutter wurde, und später einen reichen Knacker heiratete mit dem sie oben im Weißen Hirsch wohnten, ein Stadtteil Dresdens oberhalb der Blauen Brücke, den wir heute Nachmittag als Erstes erkunden werden. Da sich meine Omi immer Notizen in kleinen Taschenkalender (Merkbüchern) machte, und ich diese der Jahre 1941 bis 1962  aufbewahrt habe, weiß ich wann und wo sie bei ihren Dresden Besuchen herumspaziert sind. Viele von den Orten, wie zB. das Restaurant Luisenhof oder die Lesehalle im chinesischen Pavillion existieren im Weißen Hirsch noch. Am 2. Tag  werden wir die Altstadt und die alte Neustadt erkunden, vielleicht mit Stippvisite im Erich Kästner Haus. Ich war zuletzt 2003 für einen Nachmittag bei Schmuddelwetter in Dresden, da war aber die Frauenkirche noch nicht wieder in Stand gesetzt. Dürfte spannend werden.  Am 31. geht's weiter in die Oberfpalz zu Freunden in Windischeschenbach, wo wir der Berliner Böllerei entkommen und gemütlich ins neue Jahr rutschen. Wenn Göttergatte seine Stunde im Bad erfolgreich beendet haben sollte, dann ab zum Prager Zug vom Südkreuz (fingers crossed dass our train nicht ausfällt ); alte Leute wollen rechtzeitig am Bahnsteig sein, aber hallo.  Habt auch 'n juten Rutsch, liebe Leser. 7:48 Uhr. Over+out.

Freitag, 11. Juli 2025

Sommer Ws

 

Während sich die Einen in Kroatien tummelten, Andere auf Amrum und Langeoog das Meer suchen, und ein paar vielleicht am Gardasee dolce vita zelebrieren, werden wir wieder fleissig vom Wind maltraktiert. Regenschauer kommen diesmal aus Nordosten. Aber no complaints. 37 Grad braucht keiner. Wetter bleibt Wetter. Schön ist einfach nur, Wimbledon Tennisspiele zu schauen, dabei zu sein wenn ein paar Zuschauer im Halbfinale bei der englischen Hitze kurz mal kollabieren- Spielunterbrechung- aber dann weiterhin in der Lage sind, den Hals von links nach rechts zu drehen. Der Fernsehsessel wird aber nicht unser ständiger Sommerbegleiter, Im August werden wir in Windischeschenbach catsitter sein, mal über die Grenze ins Tschechische schauen, das Budweisser Bier geniessen und den verkümmerten Seelen ein paar Freudeninjektionen verpassen. Windisch ist nicht Wimbledon, aber  wenn das Flüsschen Waldnaab nicht zum reissenden Strom, wie der Guadelupe River in Texas, wird, dann kann es recht lieblich sein, daran entlang zu schlendern. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah ? Naja, nah ist vielleicht übertrieben. Dreieinhalb Stündchen mit dem ICE dauert es von Berlin nach Nürnberg, von dort weiter bis (Seltmanns) Weiden und dann mit einer Bummelbahn nach Windisch. Dort lebt der Freund unserer Münchener Freundin. Schade, dass wir keinen  Motorradführerschein haben und mal seine zwei Harleys zum Schnurren bringen können. Aber e-bikes tuns auch. Leicht sind die Dinger nicht zu fahren in der hügeligen Oberpfalz, denn schalten muss man und gleichzeitig auf Turbo umstellen. Zu Fuß ist's doch am besten, da kann ich auch besser Schnappschüsse machen. ...So, Alcaraz hat seinen Gegner auch geschnappt, also gerade in 4 Sätzen gewonnen;  schade, hätte gerne Zinner gegen Fritz im Finale gesehen, 2 lange Lulatsche beim Rasenstolpern. Hauptsache Djokovic macht langsam mal Feierabend. Der hat genug verdient.

Dienstag, 11. März 2025

Die Tiefe Provinz

 

Nach einem Besuch in Regensburg bei Ex-Punkerin Gloria in ihrem Thurn&Taxis Schloss St.Emeran (geschlossen), ging es weiter in die Oberpfälzische Provinz, wo Freunde in dem weltberühmten Kaff Windischeschenbach leben. Berühmt natürlich für ihre selbst gebrauten Biere in Familienbesitz, genannt Zoigl Häuser, leider nur an SA und SO geöffnet. Pech gehabt. Statt saufen musste dann die science herhalten, so düsten wir - zum 1.Mal -  auf e-bikes und MIT Helm durch die liebliche Landschaft in Turbo Schaltung zum Geo Center mit Kerntiefenbohrung. Ja, dort wurde bisher 9000 m tief ins Erdreich gebohrt, deshalb auch weltberühmt. An genau dieser Stelle prallten nämlich vor 350 Millionen Jahren die Eurasische und Afrikanische Erdplatten aufeinander, formten ein Gebirge höher als Mt. Everest , nur um dann später vom Meer verschlungen zu werden etc pp. Mehr konnte ich mir nicht merken, jedenfalls ne Wucht für Geologen und Steinesammler.  Ansonsten fließt hier die Waldnaab durch die Gegend, an der  man wundschön über Stock und Fels stolpern kann. Und um Punkt 18 Uhr werden hier die Bürgersteige hochgeklappt. Oha, schon 21:03, ab in die Kiste. Over+out.