Sonntag, 9. März 2025

Austria adé

Nach 6 Tagen Wien sei abschließend Folgendes festzustellen: Wiener Kaffee scheint so stark zu sein, dass Herzkasper droht, denn in der ganzen Stadt sind Defibrilatoren verteilt bzw. überall sah ich Schilder, wo die nächste Aufwachmaschine hängt. Zu beachten war, dass in Wien die Einbahnstraßenregelung vorherrscht, weshalb der Laie auch nie weiss , wo die Bushaltestelle in die andere Richtung liegt. Auf der Suche dorthin kann der Nicht- Wiener die outdoor Holzbuchten, statt Parkplätzen, vor Cafés oder Restaurants bestaunen. Great urban idea. Und es liegen zwei verschiedene Umsonstnachrichtenblätter in Metallbehältern an Kreuzungen aus. Praktisch. Auch gibt es viele Hundeparks, dafür aber kaum Bettler oder Obdachlose wie man sie zu Hunderten in Berlin findet. Der soziale Wohnungsbau scheint komplett in der Hand der “Gemeinde Wien” zu liegen, die einzigen Wohnhäuser der 50er Jahre sind so betitelt. Waren das Bombenlücken? Wien scheint ja ansonsten ohne Kriegsschäden davon gekommen zu sein, zu aller Freude. Hier ist der Ausdruck “Old World Charme” auf jeden Fall kein Klischee. Ansonsten fiel uns auf, dass, wie in München, der öffentliche Nahverkehr auch von Gutbetuchten genutzt wird . Die sucht man in Berlin und Bremen vergeblich.  Wo wir noch punkten sind unsere sehr guten Bäckereien, die gibt es sogar in Wien nicht. Eine Backkette nennt sich “Der Mann, der verwöhnt “, hat 3 Tage gedauert, bis ich kapiert hatte, dass es sich nicht um einen Herrenausstatter oder Pfeiffenladen handelt. Bei der Kette “Anker” genossen wir am Ende aber noch den heißesten und preiswertesten “Verlängerten”, um uns für das ‘Wien 1900’ im Leopold Museum zu stärken. Es gab nichts zu meckern. Und wer vintage Mode liebt, für den ist Wien sicherlich ein Mekka. Für mich sind die wunderschönen Portale und kleine Läden Schilder ein Grund wiederzukommen, denn der ganze Sisikram ist ja nun abgehakt. 10:07 Uhr im ICE28, over+out.
 

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