Mittwoch, 18. Februar 2026

Leichtes und Schweres

 Heute nun Friseurtermin, den ich eigentlich hätte absagen müssen, weil nach der ausgestandenen Erkältung oben rum, kam Montag das Ganze unten rum (richtig: Blasenentzündung). Aber noch mal verschieben, nö! Raus in Schnee und Kälte. Auf dem Weg dorthin musste ich am Kottbusser Tor umsteigen, kam oben an, da standen schon 10 Ordnungskräfte/Ticketchecker am Gleis in einem Halbbogen um eine offene Ubahntür, in der eine bemützte Tusnelda stand, die, als ich neugierig an ihr vorbeigehe - will ja schliesslich die Ubahn nehmen- tönt die nicht sehr überzeugend "Ich will die Polizei!!!" Was war da denn bitte passiert? Hatte sich jemand entblößt, sie beleidigt, angegriffen, beklaut?  Ich stieg ein, die meisten Passagiere warteten auf dem Bahnsteig und hofften, dass es schnell weiterginge, aber einige blieben drinnen hocken. Ich merkte, die Tussi war schizophren, und da kenn ich mich nun etwas aus. Einige schrien "Geh raus, wir wollen weiter! Hab n Termin!" Hinter mir sagte Eine "Die will doch nur Aufmerksamkeit".  Ich versuchte, sie zu beruhigen, es sei doch alles OK, keiner bedrohe sie, alle müssen warten, was fehlt ihnen denn? Die aber nur "Hören Sie auf, mich zu filmen", zeigt auf mein Handy, dass oben aus der Jackentasche rausguckt. "Ich film sie doch nicht!"- Gehen Sie weg, ich will die Polizei. OK die kam dann auch, 2 Mann, zack zack, Sie kommen jetzt raus, oder wir nehmen Sie mit. Da ist die Oldsche dann endlich ausgestiegen. Keine Ahnung, wie lange sich das schon abspielte, bevor ich kam. Vielleicht hatte sie einfach nur keinen Fahrtausweis bei einer Kontrolle, und hat n Riesenklimbim veranstaltet, aber ich denke, die war schon ziemlich durch. Dit is Berlin. Bin aber noch pünktlich zum Haarsalon gekommen, wo ich dann geschlagene 3 Stunden mit Strähnen und Schneiden zubrachte. Diesmal war die Friseuse eine Irin, da konnte ich mit der n büschen über meine 6 Monate auf der grünen Insel schnacken. Ausserdem hatte die ihren Hund dabei, einen Belgischen Griffin. Noch nie gehört. War ein putziger kleiner, brauner Plattschnauzindianer, so eine Art französische Bulldogge, nur viel schlanker, hochbeiniger, schlappe Ohren und naja schon anders. Sie hieß Stevie und war hauptsächlich mit dem Kauen eines Weichteils beschäftigt, das sie dann unbedingt im großen Pflanzenpott verstecken wollte. NO! Brav! Naja 200 Euro bin ich los geworden, so ist das heute. Kaum eine Veränderung, aber über 60 Mark, eh Euro, die Stunde. So geit dat. Well, die 2fache Kopfwäsche war schon sehr, sehr angenehm. Zuhause dann schnell eine Wärmflasche gemacht. 

Auf der ARD (oder arte) Mediathek zog ich mir dann die Doku "Ein Pazifist im Krieg- Tagebuch eines ukrainischen Soldaten" rein, über einen 38-Jährigen Idealisten, einen Krishna Fan, der in einer Kommune auf dem Land lebte bis er in den Krieg ziehen musste, und was er und seine Kameraden da durchmachen. Man oh man. Harter Tobak. 4 Jahre geht das nun schon. 18 Uhr. Over+out
 

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