Dienstag, 25. August 2026

Flix adé


Sodele, da es im Sommer zwecks Sonnenschein  ( > allgemein bessere Stimmungslage) relativ weniger Grund zum Kotzen (ZK) eh.. Mäusemelken gibt, bleiben allein die körperlichen Befindlichkeiten (Zahnschmerzen, Knie links schlimm, Ferse besser) und die Reiseanekdoten zu beklagen. Und da muss nun Folgendes festgestellt werden: Blogpost "Grün ist die Hoffnung" vom 3.August gehört nicht länger zur Kategorie Geheimtipp. Denn: am 21.August hatten wir wieder einmal eine Fahrt mit dem Flixtrain gebucht, ab Börlinn Hauptbahnhof, Gleis 7, wie immer. Nur dass dort um halbe fünfe NeuDelhi Zustände herrschten, weil Züge nach Amsterdam und Karlsruhe nicht pünktlich eingetrudelt waren. Da kann die ehemals Grüne Hoffnung (Flixtrain) natürlich null dafür. Klar wie Kloßbrühe war aber auch, dass unser FXer nun am Gleis 8 halten würde. Egal. Unsere Plätze waren im Waggon 9 reserviert, also am Gleisende. Wir kämpften uns durch den Mob, aber als dann auch noch alle Grünreisenden ausstiegen, wurde es echt haarig. Wie Furien kämpften wir uns durch die Massen, wehe die Zugpfeife trötet bevor wir uns reingehievt hatten in diese Oldie D-Züge. Rein in Waggon 8. Das war dann tatsächlich der Letzte. Wagen 9 ? Pustekuchen. Nullovert, gab's nicht. Wir, mittlerweile komplett durchgeschwitzt, blicken aufs Handy, et voila: neue Sitznummern: einer in Wagen 8, einer in 1. Wie bitte? Ich kämpf mich doch jetzt nicht hier nochmal durch den Mob. Mein neuer Sitzplatz war belegt, so hockten wir uns erstmal auf eine freie Bank.  Als nächstes kam ein netter Typ mit 2 vollen Kaffeebechern auf die Bank neben uns, der nach seiner Frau Ausschau hielt. Als der Zug sich in Bewegung setzte, sahen wir sie neben dem Zug herlaufen, draussen.  Well, so much for good luck. Den extra Kaffee bekam ich :-) Aber quelle demage: in Berlin Spandau sollte noch gehalten werden. Ich konnte das Untier, das auf unsere Reihe zusteuerte gleich erspähen. Ein ranziger Russe mit seiner Tusnelda. Klar, machen wir freie Bahn, aber dann griff der Unhold sofort ins Gepäckfach über ihm, das natürlich voll belegt war, und zug Kleinkoffer hervor nach dem Motto "Weg damit, alles meins". Wir erklärten ihm, dass er zwar Platzkarten hat aber nicht Garantien für Freiraum über ihm. War ihm scheiss egal. Göttergatte (GG) meinte, ja klar, schmeiss den Koffer raus, ist nicht meiner, während ich nur mehrmals das Wort Arschloch raunzte und zusah, dass die Tante hinten meinen Platz frei machte. Hatte alles mit Tüten zugestellt. Kein Problem. Nur leider roch sie wie die Männerumkleidekabine nach einem NFL Spiel. OK aber ich saß. GG debatierte noch kurz mit dem Ostblock und kam dann mit unseren Koffern nach hinten, wo es auch einen Platz gab.               Auf der Rückfahrt war dann angeblich die "Lüftung hängengeblieben", was dazu führte, dass die Heizung heizte während die Sonne ins Abteil knallte.  Resumée: reise immer 2x bevor du Lorbeeren verteilst.   
<<<< Schland ist schön, auch bei Dürre.....
                                                             
Angekommen in Bremen, gab es im Ibis Hotel kein Internet, was GG aber noch dringend für Bürokram brauchte, und obwohl wir um ein Innenhofzimmer gebeten hatten, gab uns die komplett gleichgültige Hoteltante erstmal den Schlüssel für a room with a view: letztes Zimmer am Gang mit Blick auf den Bahnhof, unter uns das Wochenendspektakel wie aus einem Mad Max Film. Nein danke. Wieder hoch in den 6.Stock an die Rezeption, kratzte die Tante Null, dass sie uns auf die Irrfahrt geschickt hatte. Auch dass es kein Internet gab: tja, haben wir von manchen Gästen schon gehört. Keine Ahnung wie das kommt. Unsers funktioniert. Techniker kommt am Wochenende natürlich nicht. Und tschüss.  GG erledigte Bürokram noch beim Burger+Pommesfuttern in "Hans im Glück". Naja am folgenden Morgen ging es dann. ... Rechne immer mit allem, wenn du verreist.  Ich glaub, das war nun auch das 3.Mal, das ich ein Bremer Wochenende verbrachte, in dem die Strassenbahnen und Busse samstags nicht fuhren. Diesmal war es der Christopher Street Day weshalb ich mir n Wolf laufen musste. Jedenfalls hat sich die ganze Aktion gelohnt, denn wir wurden mit einem sehr guten Mahl bei der Einladung zum Anlass des 40.Hochzeitstags von Freunden im Jürgenshof entschädigt, wo ich zuletzt anno 1979 oder so gewesen war. Sehr lecker. Hinterher Torten von Knigge! Yummy! Apropos, das Kaffeebrot von Knigge, das ein Bremer Freund hier in Berlin von mir bestellt hat, wird jetzt erstmal ausgeliefert. Bremer Babbeler hab ich nirgends gefunden, sorry, Ingo. 12:05 Uhr. Over+out.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen