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Sonntag, 23. März 2025

Hochleben

 

Bei Sorgen, ab in die Natur, das wissen wir ja nicht erst seit gestern, und trotzdem machen wir es zu selten. Warum tut der Mensch nicht IMMER, was gut für ihn ist?  Diese Frage werd ich in diesem Leben nicht mehr beantwortet kriegen. Na gut. So, also Tiergarten, der Park mitten in Berlin, noch komplett kahl, bis auf ein zartes Weidengrün, aber deshalb gerade wunderbar geeignet für Vogelbetrachtungen. Hoch oben ein Habichtnest, darunter, tatsächlich Vater Habicht persönlich. Das konnten wir aber nur erfahren, weil unterhalb jenes Baumes sich die Hälse verrenkend eine Scharr Vögel-Paparazzis mit fetten Teleobjektiven in der Hand standen, und weiter entfernt ein Greifvogelexperte ein Supermegafernglas aufgestellt hatte, durch das auch wir mal schauen durften, während er interessante Anekdötchen zum Besten gab, zB wie er einmal bei Besteigung eines Baumes zur Nestschau des seltenen Sowiesogeiers leider einen Waschbären darin vorfand. WOW! Ja, dass diese Kerle klettern können, sah ich vor kurzem auf der Baustelle bei uns gegenüber, wo plötzlich ein fetter Waschbär auf dem 4.Stock Balkon rumirrte.... Ausserdem sah ich das Nest eines Schwans, viele Graureiher, Rebhühner eifrig beim Nestbau uvm. Das Ganze musste natürlich mit Kaffeesieren beendet werden. Freitag mit einer Freundin, Samstag mit Familie gleich noch mal, wobei ich im Biergartenlokal zur Bratwurst griff, dabei erst die Jeans voller Senf hatte - wie das? - später auf einmal auch am Frühlingsjäckchen alles voll davon war. Heiliger Bimbam, you can dress them up, but you can`t take them out. All das ist auf jeden Fall besser, als zuhause über die Nachrichten zu schimpfen. Oh, Zeit für die Tagesschau. 19:55 Uhr. Over+out.

Freitag, 7. März 2025

Wien 4

 

So, Tag 4 hat über Wien  ebenso die Sonne blitzen lassen wie über Berlin, Bremen und Paris, also Neid überflüssig. Da der viele Prunk an jeder Ecke, und nach Durchschreiten 10 Prunksäalen im Albertina Museum, mir slowly auf den Geist ging, war es Zeit für die Natur. Auf Empfehlung einen Abstecher ins Schmetterlingshaus, wo riesige Blau-schwarze Falter uä. im Dschungelgewächshaus umher schwirrten. Dann in den Norden zur Donauküste mit der D Tram:  die fuhr nach Nussdorf vorbei am Heizkraftwerk, das durch Hundertwasser- Zierde verschönert worden war. Die 2 Hundertwasser Häuser in der Leopoldstadt waren bereits abgehakt. An der breiten Donau war Käptn Otto Gasthof ( eine aufgepeppte Baracke) geschlossen, dafür konnten wir aber bei “Donau Fritzi” in der Sonne sitzen, direkt unter riesigen AutobahnPfeilern. Herrlich. In die andere Richtung ging es zum Schloss Belvedere, hübsche Parkanlage am Abhang, mehr Prunk im Inneren wollten wir nicht ertragen. Im vorher ausgesuchten Café Schwarzenberg war mir dann der “große Brauner” = kleine Tasse Kaffee für über 6 Euro doch ne Nummer zu unverschämt - schicke Ledersessel hin oder her - sodass wir das Lokal verließen. Zum verdutzten Kellner erklärte ich “ das können wir uns nicht leisten” Hahahaha. Irgendwann ist mal Schluss mit lustig. Wie sich hier die riesige Scharr junger Studenten, die um die Uni herum auch zahlreich in Schickimicki Cafés bei Aperol Spritz und Einspännern sitzen, leisten können ist uns ein Rätsel. Heute wird es jedenfalls preiswerter. Besuch der Hauptbücherei am Gürtel :-) und Tramfahrt zum Secondhandkaufhaus. Morgen vielleicht Abstecher nach Bratislava. Das Wiener Schnitzel muss evtl. auch ausgelassen werden und billiger in Berlin verzehrt werden. So, 9:45 Uhr, packen m’as. Over+out.