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Freitag, 23. Januar 2026

Sonne, Mond und Sterne

 

Moin (kommt das von Mond?). Alle reden vom Frost, ich rede von Sternen und Planeten. Ja, aus irgendeinem Grund hat mich mal wieder der Astro-Käfer gebissen und ich lese alles über Sternzeichen, wer mit wem gut kann und so'n Quatsch. Aber ich als Jungfrau darf aus 60 Jahren Erfahrung sprechen und behaupten, dass die anderen zwei Erdzeichen, Stier und Steinbock, mir echt gut liegen, mit denen flutscht es irgendwie immer gleich. Naja dann gibt's da ja noch Aszendeten, Mondzeichen etc pp. Mit Vorhersagen brauch mir allerdings niemand zu kommen.                                 Kann sein, dass mich der Astrokram gerade tangiert, weil Sohn Nr.1 'ne neue Freundin hat und Stieftochter frisch getrennt ist und es mit den Kerlen durchaus nochmal versuchen will. Und dazu muss ich natürlich unbedingt meinen Senf geben, so wie das halt in Indien auch gemacht wird. Da hilft  ein Spezialist für Himmelskörper und verkündet, mit welchem Partner frau den Rest ihres Lebens am wenigstens streiten würde. Wobei Hindus auf die Mondstellung zur Zeit der Geburt schauen, nicht die der Sonne wie wir es tun. Erst vor ein paar Jahren sagte mir mein Sohn, dass die Sonne ein STERN, kein Planet ist. Wie bitte, ich dachte, eine Welt bricht zusammen. Manohman, und wieso eigentlich ist bei uns die Sonne weiblich und der Mond männlich, aber in Spanien und Frankreich genau umgekehrt? Das ist doch irre, sich in die Sonne zu legen und denken es wär 'n Mann. Wahnsinn! Eins ist jedenfalls zur Zeit am sternklaren Himmel ganz besonders schimmernd zu erkennen: der Jupiter, oder wäre das die Jupiterin, und seh ich da etwa Wolken aufziehen?

9:45 Uhr. Over+out.

Montag, 12. Mai 2025

Jetzt bitte etwas Grau

Ich hab oft gedacht ' in Kalifornien könnte ich nicht leben, da scheint immer die Sonne'. Zu viel gute Laune. Als Norddeutscher braucht man nun mal seine gemütliche Grauzone, also wolkige Tage durchaus mal mit Regen, Couchtage. Scheinbar ist Berlin/Brandenburg das neue Kalifornien. Hier hat es seit dem 13.Februar, an dem Tag hatte es viel geschneit, nur gerade 2x nennenswert geregnet: am 30.3. und am 18.4. Ansonsten so gut wie nur blauer Himmel und Wind. Viel Wind.  Und das scheint mir seit ein paar Jahren the new normal... Da uns Boomern als Kind eingetrichtert wurde, bei jedem noch so nebligen Sonnenstrahl ja an die frische Luft zu gehen (raus mit euch!), ist klar, dass Sonne bedeutet: RAUS! Dazu hat man aber nun mal nicht immer Lust, vor allem wenn man in dieser verlausten Hauptstadt lebt. Wir sind schliesslich nicht mehr 6 und laufen begeistert zum nächsten Spielplatz, treffen uns zum Gummitwist, Hulahupp oder johlen entlang Strassenbahnschienen, wo wir Pfennige zum Plattwalzen reinlegen. Schön war es, aber dieser Druck rauszumüssen, boah, jetzt will ich nicht mehr dauernd in Parks rumlungern, mit Hipstern , IT-Normaden oder einsamen Oldies in Cafés hocken, auf vollgekackten Gehwegen spazieren oder in einen Regio steigen, der auf der Rückfahrt wieder gestrichen wird. Ausserdem brauchen die Bauern und Bäume dringend das Nass von oben, manno, aber die Regenradar Appp verspricht weiterhin nichts Gutes. Der Mensch lebt nicht von Kaviar und Champus (Sonne) allein, Leberwurstbrote und REGEN brauchen wir.   Apropos raus: die 2 Graupapageien vom 1.Stock stehen seit 5 Tagen 10 Stunden lang draussen auf dem Balkon und flöten so laut, dass ich nur zu gerne flüchten und RAUS gehen würde, aber die ätzenden Halsschmerzen scheinen es sich in meinem Rachen richtig gemütlich gemacht zu haben, zum Mäusemelken ist das. Wenn es jetzt schön regnen würde, könnte ich ohne schlechtes Gewissen im Bett des Hinterzimmers alle Folgen von "Der Doktor und da liebe Vieh" schauen. 10:45 Uhr. Over+Out