Die Sportnachrichten am Wochenende waren voller Eindrücke des Nordderbys: SV Werder Bremen gegen den Hamburger SV im Weser Stadion. Und da mein Göttergatte ja extra für live Spiele einen indischen Sender abonniert hat, der Bundesligaspiele überträgt (mit britischen Kommentatoren), konnte ich das Spektakel selbst erleben -hurra zum Sieg- aber hab mich mal wieder gewundert, wie diese Bengalofackeln und Pyroschnickschnack in die Stadien gelangen trotz strengster Kontrollen? Was soll diese Vernebelung? Was mich aber richtig ankotzt sind die Männerumzüge (der Ultras?), die vor und nach dem Spiel stattfinden, bei denen rund 200 Mann -oder viel mehr wie an diesem Samstag- nicht mehr wie früher am Fluß auf Fusswegen entlang zum Stadion marschieren, nein, sie müssen für Stunden den ganzen Verkehr lahm legen, vor allem den Straßenbahnverkehr, und mitten durchs Viertel latschen. Ich war 2x Opfer davon. Nichts ging mehr, weil ein paar Kerle ihre Fanparolen losgrölen müssen. UND ICH BIN WERDER FAN, aber das kotzt mich sowas von an. Wieso gibt es dabei so viel Polizei "Begleitschutz"? Denn das sind doch keine Demos (die auf Sielwallkreuzungen genauso nerven). Ist es das Recht auf Meinungsäußerung oder was genau wird dem Bürger da zugestanden? Wenn die Frauen Handballmannschaft vom SV Werder Club ein großes Spiel hat, können dann die Mädels auch mit einem Fantross die Stadt lahmlegen? Schwer vorzustellen. Naja, ich mutiere immer mehr zur ollen Trutsche, aber ich finde mittlerweile extremen Fankult und diese neue Art des "Feierns" irgendwie ätzend. Nur die Bierflaschenpfandsammler freut's natürlich. Jedem Tierchen sein Plaisierechen. 8:38 Uhr. Over+out
Sonntag, 19. April 2026
Samstag, 18. April 2026
Noch 'ne Reise
Wer einmal eine Reise tut.... tut gerne auch mal 2 ! Die Januar Heidelberg Reise musste in den April verlegt werden, und das war eine prima Sache, denn bekanntlich ist es dort naturtechnisch so mild, dass die Region Bergstrasse (Rhein Neckar Kreis) auch gern als Toskana Deutschlands bezeichnet wird. Dementsprechend Frühling pur. Ansonsten, bis auf die tolle Altstadt, genau die selbe Horror-Gefängnis-Architektur wie überall im Lande. Neue Viertel um den Bahnhof herum steril, langweilig, ungemütlich und komplett seelenlos. Was man von vielen alten Ecken in Heidelberg nicht sagen kann: allein solche Fensterläden überall geben etwas französische Atmosphäre, dazu schöne Türen, Blumenkästen, kleine Eckcafés machen eine Stadt doch wohnlich. Naja, ich war zuletzt mit Göttergatte 2004 auf der alten Neckarbrücke, da kam Nostalgie auf. Ausserdem kam ich dauernd mit netten Leuten in kleine Gespräche, man lächelte einander auch im Vorbeigehen an, was in Berlin praktisch NIE passiert. Nur beim Dialekt, dachte ich auf einmal, dass das Berlinern vielleicht doch nicht so schlimm ist, wie KURPFÄLZISCH, heiliger Bimbam. "Bass uff, daschde ned hiebloddscht" warnt man dort zB. den so gut wie Hinfallenden, der dann antwortet "Ajooh!" (Na klar doch). Mein ältester Sohn sagt 30 Jahre nach kurzer Heidelberger Schulzeit immer noch "Alla!" (als dann, tschüss). So geht das, aber nu mach ich erstmal wieder Schluss, denn "Ich habb heid gaa kä Luschd", muss schliesslich Sportschau glubschen. Werder gegen Hamburg siegen zu sehen, kann man nicht oft genug! 19:28 Uhr, over+out
Samstag, 28. Februar 2026
Lachyoga
Mittwoch, 12. November 2025
7 Tage Klammer auf
So, nach 7 Tagen zurück aus Bremen , und wenn ich so auf meine dort geklickten Fotos schaue, staune ich, was man in 7 Tagen so alles erleben kann.
<<<< Dieses Brett vorm berühmten Kopp hing im Schaufenster einer kleinen Künstlerwerkstatt (wie treffend, da konnte ich nicht dran vorbeigehen). Ansonsten: hab ich auf der Hinfahrt einen schönen Sonnenuntergang irgendwo in Niedersachsen gesehen (immer so erleichtert, wenn ich wieder im "Westen" bin) nachdem es in Berlin noch reichlich Chaos am Bahnhof gab (ausgefallene Züge, nee oh nee); hab ich very artsy Plattencover bei meinem Bruder bestaunt (er verkauft die), hab bei ihm das wunderbarste "Elisen"-Konfekt gegessen (vom Biobäcker am Ulrichmarkt), konnte ich den Werder Sieg gegen Wolfsburg sehen (mein Bruder hat sky); durfte ehem. liebe Kollegen in einer fantastischen Wohnung in Achim mit Weserblick besuchen und geniessen (Nebelschwaden überm platten Land sind auch was Feines), hab mal n kleinen Kaktusstachel zu spüren bekommen, humpelte meist wegen plötzlichen Knieproblemen durch Bremen (war es das Wetter? ), klaute meinem alten Stiefvater 'ne 30er Jahre Villeroy&Boch Tasse, die er partout nicht rausrücken wollte (vom Geschirrset, das wir früher im Bauernhaus benutzten und mich an meine verstorbene Mutter erinnert), sah den Film "Amrum", was kein Höhepunkt, aber ganz nett war (tolle Kinderschauspieler), fing einen Roman an, den meine Schwägerin schon gelesen hatte, und der mir tatsächlich gefiel (ich lese kaum noch Romane und englisch-sprachige eigentlich nie auf Deutsch, aber diesmal wars mir wurscht), bewunderte ich das schöne Herbstlaub überall, feierte ich den Geburtstag meiner lieber Schulfreundin (ihr Mann kann tolle Torten backen), musste ich zu einer neuen Zahnärztin, die ganz schön in meinem armen Mund rumgefuhrwerkt hat (wat mutt, dat mutt), erlebte ich eine wilde Sonntagsfahrt übers platte Land (wenn der Mann links sagt, sollte die Frau immer auf ihr inneres Rechts hören) , wo wir in einem vollgepropften Café geduldig auf die selbstgemachten Torten warten mussten (zuerst wurden die Ausserhaus-Kunden bedient, hat man Töne?!); und es wenigstens an 1 Tag noch sonnig wurde (auf der Heimfahrt noch mal schönen Sonnenwolkenhimmel genossen). Zu guter letzt bin ich dann zum 1.Mal mit einem Flixtrain gefahren, und das war für 15 Euro total ok (hatte sogar einen Platz neben mir frei, obwohl mir den Platz nicht selbst gebucht hatte, kostet 5 Euro extra). Nur als ich dann in die Berliner Ubahn steigen musste war alles wieder mega ZK, 3x wurde ich später von so Arschis fast absichtlich angerempelt (obwohl ich mich beim Blick von der Sbahn vorher auf die schöne Museumsinsel und so auch gefreut hatte; nur wer kommt schon gern in Neukölln an?) Alle Klammern zu. Es ist Buß&Bettag. 8:15 Uhr. Over+out
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