Posts mit dem Label Neukölln werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Neukölln werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 22. März 2026

Blutdruck

Als ich gestern bei Rewe war und sah, dass meine Lieblingsmarmelade (Stachelbeere) von den eh schon absurden 2.69 € auf 2,99 gestiegen war, stieg sofort auch meine Blutdruck und Hasstiraden alá Tourett flogen durch die Regale. Ich dachte echt, mein Schwein pfeift. 11% Preissteigerung, wie? Wegen der Meerenge von Hormuz oder was geht jetzt ab? Zum Kotzen. Also wieder Rückenübungen ins unterste Regal und "JA Waldfrucht" für 1,49. Ha, garantiert auch in Bad Schwartau hergestellt. Noch schlimmer als die Preissteigerungen sind natürlich die verdammten Trumpfbombardements. Wenn der jetzt auch noch Kuba bombardiert und wieder kein Schwein seinen Mund aufmacht, grrrrrr, ja, was dann, was dann, mein Fräulein? Dann wird die schiere Verzweiflung über den jetzigen Wahnsinn nur noch größer und ich muss noch mehr Käsebrötchen mit dick Butter in mich reinstopfen und blogs schreiben. Jammer Jammer. Gut, dass ich kein Auto hab und ich nicht fliegen muss. Wer aber morgen tatsächlich ins Flugzeug steigen muss, ist der arme Göttergatte für ein Team Meeting nach bloody Florida. Da darf man dann bangen, was am Flughafen passiert, falls er überhaupt landet wenn genug Bodenpersonal vorhanden sein sollte, und sein Flug nicht umgeleitet wird. Oder er bei der Passkontrolle auf einmal für einen Mittelamerikaner gehalten wird, den man mal kurz in Abschiebehaft schmeisst. Dass man solche Gedanken überhaupt haben kann? Seit corona ist irgendwie alles kacke geworden.... Mein Sohn hat gerade sein Obdachlosenzelt verloren, nachts wird's noch 0 Grad, verdammt, und ich träume von Neapel, obwohl ich die Tage dort eher weniger genossen habe. Trotzdem bin ich im nach hinein doch froh über unsere 8 Nächte dort, denn Neukölln ist nun wahrlich keine Freude. Aber war ich vor 10 Tagen nicht happy, wieder zuhause zu sein?? Oh man ey. Ich brauch Urlaub vom Alltag und dann Urlaub vom Urlaub. Mir ist nicht zu helfen. Lichtblick heute: mein abgezupfter Geranienstil vom Porto Ischia hat Wurzeln getrieben und ich konnte ihn gerade einpflanzen! HURRA! Ach, und Heißwasser läuft auch seit vorgestern. Geht doch. So raus in die Sonne.  11:05 Uhr, over+out
 

Sonntag, 15. März 2026

Alles wie gehabt

 

Urlaub ist schnell vergessen, wenn man nach hause kommt, kein heißes Wasser aus dem Hahn kommt und die Bude nicht warm wird. ZK sag ich da nur.  Gleich dem einzig normalen Nachbarn gesimst, ob es bei ihm auch kalt sei. Jo. Heizungsanlage kaputt. Der Hausherr fummelte Samstag dann selber dran rum, es lief ein paar Stunden, aber abends Pustekuchen.  Zwei Tage vor Rückflug hatte dieser Nachbar mir geschrieben, dass mal wieder eine Polizeiaktion im 1.Stock stattgefunden hat, nee oh nee. Was hier immer abgeht. Und als wir Freitag ins Neuköllner Migrantenquatier mussten, war die Karl-Marx Str gesperrt wegen einer Polizeiaktion. In der Abendschau hieß es dann "Schiesserei". Das war um 13:45 Uhr. Meine Güte, wären wir schon um 1 dort gewesen, who knows?! Welcome back, Urlauber. Eins war aber in Neapel vielerorts so wie in Berlin: rumliegender Müll.  Vor allem dort, wo keine offenen Container dafür an der Straße stehen, was ja ein gutes Prinzip ist. Nur im schicken Viertel Vomero, oben beim Castel St.Elmo, da sahen wir mal individuelle Mülltonnen. Man, waren das da oben Prachtbauten. Manchmal hält die Ferienatmosphäre noch ein Weilchen an, aber Neapel ist eben nicht Trieste, Split oder Malága. Jetzt erstmal nach vorne schau'n. Zu erwarten: alles wird teurer, weil der Trumpf-Irre seinen Friedensnobelpreis haben will indem er Krieg führt. Prost Mahlzeit. Gut, dass unsere Heizung kaputt ist, da wird Geld gespart. So, nun den Heißwassertopf auf den Herd, das Bad ruft. 09:18 Uhr. Over+out

Mittwoch, 12. November 2025

7 Tage Klammer auf

 

So, nach 7 Tagen zurück aus Bremen , und wenn ich so auf meine dort geklickten Fotos schaue, staune ich, was man in 7 Tagen so alles erleben kann.

<<<< Dieses Brett vorm berühmten Kopp hing im Schaufenster einer kleinen Künstlerwerkstatt (wie treffend, da konnte ich nicht dran vorbeigehen). Ansonsten: hab ich auf der Hinfahrt einen schönen Sonnenuntergang irgendwo in Niedersachsen gesehen (immer so erleichtert, wenn ich wieder im "Westen" bin) nachdem es in Berlin noch reichlich Chaos am Bahnhof gab (ausgefallene Züge, nee oh nee); hab ich very artsy Plattencover bei meinem Bruder bestaunt (er verkauft die), hab bei ihm das wunderbarste "Elisen"-Konfekt gegessen (vom Biobäcker am Ulrichmarkt),  konnte ich den Werder Sieg gegen Wolfsburg sehen (mein Bruder hat sky); durfte ehem. liebe Kollegen in einer fantastischen Wohnung in Achim mit Weserblick besuchen und geniessen (Nebelschwaden überm platten Land sind auch was Feines), hab mal n kleinen Kaktusstachel zu spüren bekommen, humpelte meist wegen plötzlichen Knieproblemen  durch Bremen (war es das Wetter? ), klaute meinem alten Stiefvater 'ne 30er Jahre Villeroy&Boch Tasse, die er partout nicht rausrücken wollte (vom Geschirrset, das wir früher im Bauernhaus benutzten und mich an meine verstorbene Mutter erinnert), sah den Film "Amrum", was kein Höhepunkt, aber ganz nett war (tolle Kinderschauspieler), fing einen Roman an, den meine Schwägerin schon gelesen hatte, und der mir tatsächlich gefiel (ich lese kaum noch Romane und englisch-sprachige eigentlich nie auf Deutsch, aber diesmal wars mir wurscht), bewunderte ich das schöne Herbstlaub überall, feierte ich den Geburtstag meiner lieber Schulfreundin (ihr Mann kann tolle Torten backen), musste ich zu einer neuen Zahnärztin, die ganz schön in meinem armen Mund rumgefuhrwerkt hat (wat mutt, dat mutt), erlebte ich eine wilde Sonntagsfahrt übers platte Land (wenn der Mann links sagt, sollte die Frau immer auf ihr inneres Rechts hören) , wo wir in einem vollgepropften Café geduldig auf die selbstgemachten Torten warten mussten (zuerst wurden die Ausserhaus-Kunden bedient, hat man Töne?!);  und es wenigstens an 1 Tag noch sonnig wurde (auf der Heimfahrt noch mal schönen Sonnenwolkenhimmel genossen). Zu guter letzt bin ich dann zum 1.Mal mit einem Flixtrain gefahren, und das war für 15 Euro total ok (hatte sogar einen Platz neben mir frei, obwohl mir den Platz nicht selbst gebucht hatte, kostet 5 Euro extra).  Nur als ich dann in die Berliner Ubahn steigen musste war alles wieder mega ZK, 3x wurde ich später von so Arschis fast absichtlich angerempelt (obwohl ich mich beim Blick von der Sbahn vorher auf die schöne Museumsinsel und so auch gefreut hatte; nur wer kommt schon gern in Neukölln an?)  Alle Klammern zu. Es ist Buß&Bettag. 8:15 Uhr. Over+out

Mittwoch, 26. März 2025

Zustände sind das. (der 50.)


Nach vielen Sonnentagen nun etwas Niesel, auch gut. Der Norddeutsche hält zu viele Sonnentage hintereinander nicht gut aus. Das Wort "Gemütlichkeit" ist auf jeden Fall während einer Herbstphase entstanden.  Der Mix macht's eben. Weshalb Neukölln, mein Kiez, auch immer unschöner wird,  da gibt's einseitig nur Mieses zu berichten. Gestern auf dem Weg nach Kreuzberg zur Quizstunde für Senioren :-) (Töpfern hab ich fallengelassen, es steht schon zu viel rum; meine 3 Objekte sind aber zufriedenstellend ausgefallen, hahaha) sah ich nur noch Müll überall. Die S-Bahn Station schlimmer als in Delhi. Und rundherum abgewrackte Ureinwohner oder ärmliche Zusiedler. Vor allem der Müll ist zum Kotzen. Draussen vor Karstadt an einer Haltestelle riesige Matratzenlager von Obdachlosen (ich bin zwar Sympathisant Wohnungsloser, aber wat jenuch is, is jenuch). Zum Mäusemelken ist auch der 5.BVG Streik, also nur die S-Bahnen sind heute UND morgen mit Fahrern bestückt.  Aber bei der Bahn sieht es nicht blumiger aus: der Berliner Hauptbahnhof wurd zur Osterferienzeit ausgelagert, weil 8 Zuggleise repariert werden sollen oder so was. Kein Wunder, dass im Frühstücksfernsehen heute schon ein Bericht "Weg aus Deutschland" hiess.

Apropos weg aus Deutschland. Dass dachten sich bestimmt Millionen Einheimischer 1946. Ok ja, bin schon wieder bei arte tv hängen geblieben. Dresden, nach Berlin, die Stadt mit der größten Zerstörung, war erst 1957 Trümmer-frei. Schlimm auch die Suche nach Verwandten. Aber, und das ist mal zum Jubeln, von 500.000 verloren gegangenen Kindern sind alle bis auf 4000 mit ihren Familien vereint worden. Und zwar mit Hilfe des Suchdiensts des DRK, die in Wochenschauen, die Kinder gezeigt haben. Ins Kinogehen lohnt sich eben. Ich fand´s genial. Mein Grossvater hatte Onkel in Dresden. So existiert auch ein wunderbares Foto von einem Besuch dort anno 1921. Mein Opi der Kleine rechts mit Hochwasserbüchsen, daneber der Onkel, und meine Omi die 3. von links.  Sicherlich vor dem Zwinger aufgenommen. Herrlich! 

Bin bisher nur einmal in Dresden gewesen, im Winter für ein paar Stunden. Muss unbedingt wiederholt werden, natürlich bei Sonnenschein.
12:15 Uhr. Noch 2 Stunden bis Pfannkuchen. Over+out.


Sonntag, 2. Februar 2025

Gut`n Abend

 

So, heute war ein Familientag mit Spielespielen, also eine willkommene Ablenkung vom grauen Wetter und anderen Sorgen.

Als ich eine Frische-Luft-Pause einlegte und kurz rüber zum Britzer Gutshof wollte, hab ich mir einen Ruck gegeben, und widerwillig den Müll meiner beknackten Nachbarn weggeräumt, der mich schon seit Wochen nervt. Keiner dieser Hirnis (ich nenne auch keine Nationalitäten) macht sich die Mühe und faltet zB. mal kurz seine Bestellkartons für den Papiercontainer zusammen. Ist denen pupegal wenn das Ding ruckzuck voll ist (der Abholservice aber manches Mal nur alle 4-8 Wochen kommt). Auch der restliche Dreck, den sie einfach nicht aufheben, wenn sie ihren Hausmüll nur halbherzig in die Tonne hauen, tangiert sie nicht. Alles mögliche wird aus ihren schneeweißen Autos geschmissen, wie es im Hof aussieht, nicht ihr Problem. Wenn man in Berlin-Neukölln wohnt braucht man ein Fell dicker als n Grizzlybär, nur das meins so dünn ist wie Backpapier. Ja, ich leide an Berlin. Heftig und täglich, vom U-bahnfahren wollen wir gar nicht erst anfangen. Musste heute schliesslich nirgendwo hin.

So, Dresdentatort hab ich nach 10 Minuten ausgestellt, landete mit phoenix tv dann im LOUVRE, das war gigantisch. Und plötzlich rief das frischbezogene Bett. Schicht im Schacht. Over and out.