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Freitag, 16. Januar 2026

Wenn die Sonne scheint...

 

... sieht man jedes Staubkorn im Haus, mannometer. Ich versteh auch, warum früher alle (Deutschen) neben Vorhängen auch Gardinen vor den Fenstern hatten: so hat die gewissenhafte Hausfrau bei gleißendem Sonnenlicht vermieden, sich über die verstaubten Buchregale -huch!- und den Grauschleier auf den Stehrumchen aufzuregen. Oh man , und die Fensterscheiben im Januar, heiliger Bimbam!  Warum kratzt einen (mich!) das überhaupt?  Wie sind wir nur konditioniert worden, dass frau sofort zum Swiffer spurtet sobald Krümel und Staubkörner sich unerlaubt überall niederlassen, was ja praktisch 24/7 -365 passiert?  Aber nicht nur im Haus, nein, heute machte ich ausnahmsweise bei Sonnenschein einen Gang über den Gutshof Richtung Briefkasten vorbei an einem Gymnasium, wo gerade Schulschluss war.  Ja, die Schülermode finde ich auch ZK: alle in Jacken, die aussehen wie Daunendecken auf Beerdigung, nee, schwarz wohin das Auge fällt, aber vor allem alamierend: am ganzen Schulzaun entlang bis hin zum Türkenkiosk befand sich eine Spur von Müll. Pausenmüll, Schulschlußmüll. Snackmüll. Einfach ZK. Sowieso in Neukölln, egal wohin ich blicke MÜLL MÜLL MÜLL. Und dazu nun der schwarze Rollsplit (der natürlich erst verteilt wurde, als das Eis schon schmolz, vielen Dank) und nach der Schneeschmelze noch überall matschige, olle  Silvesterknaller. Ach der Januar, welch Augendrama, welche trübe Brühe. Manche Menschen kriegen ja n Putzfimmel, wenn sie 'n Depri haben, ich lass da eher die Rollos runter, um dem Staubteufel zu entkommen, futter Käsebrote und schau Serienkitsch, aber erst nach leichter Swifferbetätigung.  17:25 Uhr. Over+out