Nachdem ich mich seit über 2 Wochen mit einem fiesen Halsinfekt rumplage (der gerade dann wieder nervt, wenn ich denke 'nun is' Schluss') soll heute gebührend Göttergattes 60.Geburtstag gefeiert werden. Auch wenn er ins Büro musste, denn per indischem Dokument wird er nun mal erst nächstes Jahr im Juli 60. Sein Vater hat ihn bei der Einschulung ein Jahr jünger gemacht, Geburtsurkunden gab´s nun mal nicht auf dem Dorf, war damals so. Also ist nix mit Kollegen feiern. Wir heute nett im kleinen Kreis. In der Früh gab es den traditionellen Gabentisch, logo, sein alter Delhi Kumpel, der in Australien lebt, hat ihm 2 kleine Fässer Bier zukommen lassen. Heiliger Bimbam, wer soll das alles trinken- Heineken hin oder her? Tja, 60 ist schon ne Nummer, da fängt die Karosserie an zu nerven, auch wenn der Motor denkt, er sei 25. Aber zurück auf "START", nee, das dann auch nicht. Göttergatte will aber 100 werden. Ohne mich. Schaumamal. Das ist das Üble am ansonsten so schönen, gemeinsamen Altwerden, einer hüpft halt früher in die Kiste, und den Anderen altern zu sehen ist auch nicht das Wunderbarste, ich hab da schon etwas Mitleid, aber ist eben Teil des Spiels des Lebens.
Mittwoch, 21. Mai 2025
Samstag, 15. März 2025
Alles beim Alten
Apropos Frühling, gerade nahm ich ein altes Buch über Ethik und Moral aus dem Regal (komisch, welche Mächte einen manchmal dazu bringen, gerade DAS Buch herauszuziehen?), was ich noch aus Collegezeiten hatte. Ich schlug ein Kapitel über das Altwerden auf, und las von einem chinesischen Autor einen Text über den Unterschied von Ost und West was die Einstellung zur alten Generation betrifft. In China fragt man zB erst nach dem Namen, aber dann gleich “ Was ist dein glorreiches Alter?” (schön, oder?), und es sind die jungen Leute, die sich dann entschuldigen, dass sie noch nicht sehr alt sind. Ab 51 wird man mit besonderem Respekt behandelt und Bärte sind nur Großvätern vorbehalten. Auch der Gedanke, dass alte Menschen mehr Hilfe brauchen als Kinder, leuchtete ein. Nur ist das Kümmern der Erwachsenen um ihre Kinder ein natürliches Verhalten, während das gute Versorgen der Alten in der Gesellschaft gelehrt werden muss, damit es kulturell als wichtig empfunden wird. Das schlimmste Schicksal, nach chinesischer Auffassung, sei es, ein alter Mensch ohne Kinder zu sein. Trotzdem freut sich der Chinese aufs Altwerden. Tja, davon sind wir hier wohl meilenweit entfernt.
Gestern Abend zappte ich durch die Kanäle, blieb bei Let’s Dance hängen gerade als Simone Thomalla fertig getanzt hatte. Heiliger Bimbam, sie wird glorreiche 60 in ein paar Wochen, hat sich aber derart plastisch verunstalten lassen, dass man nun gar nicht mehr weiß, was da los ist. Ob Cher (78), Madonna (66) , Meg Ryan (63), Demi Moore (62) oder wie sie alle heißen, keine Dame im Rampenlicht hat es bisher geschafft, to age gloriously. Echt öde. Vielleicht hätte ihnen ein längerer China Aufenthalt gut getan. Ich kann ja, wenn nichts mehr geht nach Indien flüchten. Aber jetzt muss erstmal der Müll neben die Tonne gestellt werden. Daumen drücken für Montag. 8 Uhr 9. Over+out.

